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Die Magie des dunklen Regenbogens

Tahiti-Zuchtperlen erstrahlen in den Spektralfarben eines dunklen, tropischen Regenbogens. Es sind die magischen Farben exotischer Südsee-Schönheiten, die uns sinnlich berühren und verführen. Aubergine, Braun, Kupfer, Schwarz, Dunkelgrau, Taubengrau und funkelnde Silbertöne oder Violett sind ihre intensiven Töne, dazu kommen überhauchte Nuancen in Rosé oder irisierendem Grün mit seidigem Glanz. Nirgendwo sonst auf der Welt können tiefschwarze Perlen gezüchtet werden, außer in den Gewässern um Tahiti.

Soviel Schönheit hat ihren Mythos: Einer alten polynesischen Legende nach war es ein dunkler Regenbogen über den der Friedensgott „Oro“ einst auf die Erde herab stieg, weil er sich in eine schöne junge Frau verliebt hatte. Als Erinnerung an sein amouröses Abenteuer auf Erden übergab er den Menschen die Perlenauster „Te Ufi“. Der korrekte Namen von „Te Ufi“ lautet  „Pinctada margaritifera“ und kennzeichnet eine große, schwarzlippige Perlauster. Ihre Heimat sind die klaren, türkisblauen und warmen Lagunen der Inselwelt Französisch Polynesiens. Dort werden auf den Perlfarmen die jungen Austern sorgsam an langen, im Wasser treibenden Leinen aufgezogen, bis sie reif für die Perlenzucht sind. Vorsichtig wird ihnen dann der Kern und ein Stückchen Austerngewebe implantiert. Dann dürfen sie wieder in Körben oder Netzen im Wasser schwimmen und sich von nahrhaftem Plankton ernähren.

Schicht um Schicht wächst so eine unverwechselbare Tahiti-Perle heran. Regelmäßig werden die empfindlichen Austern kontrolliert und gereinigt. Nach rund zwei Jahren kann die Tahiti-Perle geerntet werden. Sie ist zwischen 8 – 15 mm groß. Geschickt zieht der Operateur die Perle aus der geöffneten Auster. Ist die Perle gut und die „Te Ufi“ kräftig, so ersetzt er die Perle durch einen neuen, diesmal etwas größeren Kern. Dann wird die Auster zurück ins warme Meer gebracht und macht sich ein zweites Mal an ihre Aufgabe eine Perle zu bilden, die jetzt bis zu 18 – 20 mm groß werden kann. Die wenigsten Tahiti-Zuchtperlen sind makellos rund und perfekt. Viele sind barockgeformt oder unregelmäßig gewachsen. Manche zeigen feine Wachstumsringe und haben interessante Farbverläufe.

Zuchtperlen sind eben immer ein Stück Natur. Durch ihr Farbenspektrum inspirieren Tahiti-Perlen die Schmuckdesigner zu ständig neuen modischen Kreationen, zu Colliers in allen Längen und Ausführungen. Im Materialmix werden Tahiti-Perlen mit Gold, Platin, Diamanten und Farbsteinen kombiniert. So entstehen Unikat-Schmuckstücke von besonderem modischem Reiz und deutlich ausgeprägter Individualität. Die besondere Schönheit der Tahiti-Perlen unterstreicht auf vielfältige Weise die persönliche Note selbstbewusster Frauen.